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Programm
  • We 29.3.2017: Vorstandssitzung
  • We 29.3.2017: Mitgliederversammlung
  • We 29.3.2017: Mitgliederversammlung
  • We 29.3.2017: Führung durch das Bundesarchiv
  • Mo 10.4.2017: Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies: Wir sind Juden aus Breslau
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Wie alles begann

 

Petah Tikva wurde im Jahr 1878 von einer Gruppe von Pionieren aus Jerusalem gegründet, die drei Jahre früher die Gesellschaft “Bearbeitet die Erde und befreit das Land” etablierte, mit dem Ziel, das Land fruchtbar zu machen und die Bevölkerung nicht länger Wohltätigkeitsbrot von der sog. “Distribution” jener Tage essen zu lassen. Die drei Männer, die Petah Tikva gründeten, waren Rabbiner Yoel-Moshe Salomon, Rabbiner David Gutmann und Yehoshua Stampfer. Sie nannten es Petah Tikva (Tor der Hoffnung) nach der Weissagung des Propheten Hosea (2:17): “und ich gebe … die Senke von Achor für ein Tor der Hoffnung.” Dies war das erste jüdische Dorf im Land, und wurde später bekannt als “die Mutter des Moshavot”. So wurde Petah Tikva die Mutter aller Siedlungen.  

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Die ursprünglichen Siedler von Petah Tikva mussten ihr eben erworbenes Land wegen der Malaria, einer enttäuschenden ersten Ernte und der Widersprüche untereinander bald verlassen.1883 wurde ein erneuter Versuch der Siedlungsgründung von Emigranten unternommen. Aber auch Sie sahen sich vielen Problemen gegenübergestellt: Es mangelte an Erfahrung über die Bewirtschaftung von Land und an Geld; zudem wurden sie häufig von arabischen Banden überfallen und waren einer anhaltende Schikanierung durch die türkischen Behörden ausgesetzt. Die meisten dieser Schwierigkeiten wurden mit der Hilfe des wohlhabenden französischen Baron und Menschenfreund Edmund de Rothschild überwunden. Er finanzierte auch die Trockenlegung der Sümpfe.

1888, zehn Jahre nach ihrer Gründung, begann Baron Rothschild die Besiedlung und die Landwirte durch Landkauf zu unterstützen. Petah Tikva wurde die Schule für Tausende von Pionieren, die hier das Handwerk der Landwirtschaft erlernten, um dann in allen Teilen des Landes die Besiedlung voranzutreiben. Am Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts begann Petah Tikva mit der Urbanisierung, einschließlich der Entwicklung industrieller Gebiete. Im Jahr 1937 erhielt Petah Tikva den Status einer Stadt. Die Bevölkerungzahl war damals etwa 22.000, heute ca. 180.000. Das Stadtgebiet ist 39 qkm groß, die Hälfte davon bebaut.
 

Das erste jüdische Dorf in Israel, welches von den bärtigen Pionieren vor über 130 Jahren unter dem Namen Petah Tikva gegründet wurde, war für Generationen von Siedlern, Flüchtlingen und Emigranten das “Tor der Hoffnung” für ein besseres Leben! (Plantagenarbeiter; Aufnahme von 1927)