Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies: Wir sind Juden aus Breslau Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Premiere in Koblenz,  im Apollo Kino, Obere Löhrstraße
am Montag 10.4. um 19.30 Uhr.
In Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper. Und in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Koblenz, dem Freundschaftskreis Koblenz – Petah Tikva e.V. und der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e.V. Koblenz

Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heyman, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław
Musik: Bente Kahan, Simon Wallfisch, Patrick Grant, Carlo Altomare
Projektkoordination: Maria Luft
Wissenschaftliche Beratung: Katharina Friedla
Produktion und Verleih: Karin Kaper Film

Nach den Premieren in Wroclaw am 6.11.16 im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016, der Deutschland-Premiere am 12.11. auf dem Internationalen Filmfestival in Cottbus
und der Berliner Premiere im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums erfolgte der bundesweite Kinostart am 17.11.16 Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

zum Film:
Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an
die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen,
einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und
auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. 14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine
emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.