Begegnungen 2017

Herbst 2017

Im Herbst besuchten 20 Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Cusanus Gymnasiums unsere Partnerstadt Petah Tikva. Es war wieder eine sehr vielfältige, spannende und herzliche Begegnung. Insbesondere die Vielfalt in ihrer Gegensätzlichkeit war sehr beeindruckend und hat nachhaltig zum Nachdenken und Nachspüren geführt. Das begann mit den gegensätzlichen Landschaften; hier grüne Felder im Norden, dort Wüstenlandschaft im Negev mit 40° im Schatten. Das Programm führte die Gruppe nach Eilat mit dem Aufenthalt einer ganzen Jahrgangsstufe der Ben Gurion High School mit fröhlich-buntem Treiben und Feiern. Im Gegensatz hierzu stand der Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem mit der Begegnung einer Überlebenden, und zwar mit Hannah Pick-Goslar, eine der besten Freundinnen von Anne Frank. Diese Vielfalt spiegelte sich auch im Austausch mit den Familien wieder, in denen die Schülerinnen und Schüler untergebracht waren. Einerseits organisierte Planung und ernsthafte und tiefgründige Gespräche, andererseits viel Raum für Spontanität und Lebensfreude, die gelebt wird.

Insofern freuen sich die Schülerinnen und Schüler darauf, ihre Gastgeber nächstes Jahr als Gäste begrüßen zu können.

Frühjahr 2017

Im Frühjahr besuchte eine Jugendgruppe der Ben Gurion High School unsere Stadt Koblenz. Aufgenommen wurden sie von Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Cusanus Gymnasiums. Dabei ist es wieder geschehen, dass sich zunächst fremde Personen, die vorher nur über Email Kontakt hatten, sehr schnell zueinander gefunden und sich Freundschaften gebildet haben.

Den israelischen Jugendlichen wurde die Stadt Koblenz mit ihren Sehenswürdigkeiten gezeigt; besonders beeindruckend war die Fahrt mit der Seilbahn über einen so wasserreichen Fluss Rhein. Persönlich begrüßt wurde die Delegation durch den Oberbürgermeister Herrn Hoffmann-Göttig. Ein zentrales Element, wie in jedem Jahr des Besuches, ist die gemeinsame Fahrt nach Erfurt und Buchenwald. Gerade hier, an einem Ort der Vernichtung, zeigte sich wieder einmal die Kraft der Versöhnung. Die Gruppe gedachte gemeinsam insbesondere der jüdischen Opfer der Diktatur. Dieses gemeinsame Gedenken trennte nicht die Gruppe, sondern hat sie im Gegenteil tief verbunden. Diese Verbindung zeigte sich deutlich am Abschlussabend in einer sehr engagierten Rede eines israelischen Jugendlichen, der zu Beginn nicht damit gerechnet hatte, solche guten Freundschaften mit deutschen jugendlichen knüpfen zu können. Insofern ist die deutsche Gruppe nun gespannt auf ihren Besuch in Israel.

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